Humankapital

In den letzten drei Jahrzehnten haben demografische Verschiebungen, die Integration in die EU und globale Trends die wirtschaftliche Landschaft Griechenlands so umgestaltet, dass die humanen Ressourcen die heutigen Anforderungen an Service und Kenntnisstand erfüllen. In Griechenland herrscht eine gute Verteilung qualifizierter, semi-qualifizierter und unqualifizierter Arbeitskraft.

Eine Verschiebung hin zu Dienstleistungen
Der wirtschaftliche Fokus Griechenlands erfuhr signifikante Verschiebungen, so dass heute schätzungsweise 67% der Arbeitskraft im Dienstleistungssektor beschäftigt sind, 21% in der Industrie und 12% in der Landwirtschaft. Aktuelle Trends haben eine Arbeitskraft ergeben, die sich sehr von der vor 20 Jahren unterscheidet und die Ausbildung zeigt immer mehr ein Bedarf nach der heutigen, globalisierten Wirtschaft.

Sprachen
Der Tourismussektor, verantwortlich für über 16% des BIP, hat das größte Wachstum des Humankapitals aufgenommen. Viele der postsekundären Ausbildungseinrichtungen bieten spezielle Kurse zum Thema Tourismus mit einem Schwerpunkt auf Sprachausbildung. Dank dieser Tatsache befindet sich Griechenland in der EU in einer sehr guten Position was die Anzahl der Personen angeht, die eine zweite Sprache sprechen. Englisch ist die bei Weitem verbreitetste Zweitsprache in Griechenland.

Englisch entwickelt sich in multinationalen Unternehmen und Organisation immer mehr zur täglich gesprochenen Geschäftssprache. Das Fachpersonal an den jeweiligen Arbeitsplätzen ist gut ausgebildet und das Niveau der Hochschulabschlüsse im Bereich Management ist das höchste in ganz Südosteuropa. Während der letzten fünf Jahre gab es einen 54%igen Zuwachs an Studenten, die Aufbaukurse an der Universität belegten, und zwar von 50.057 auf 77.176. Davon schrieben sich 39.455 Studenten für Master- und 37.712 für Doktorandenprogramme ein.

Abwechslungsreicher gestaltete Wirtschaft
Andere Dienstleistungssektoren wie Bank- und Finanzwesen sowie Versicherungen wuchsen ebenfalls erheblich, da die Liberalisierung des Marktes und die Privatisierung tausende neuer Arbeitsplätze in diesen Sektoren geschaffen haben. Gleichzeitig entwickelte sich der Technologiesektor zu einem Ausbildungs- und Interessenschwerpunkt bei den neuen Unternehmen des Landes.

Geistiges Kapital
Traditionsgemäß steht bei den Griechen die Ausbildung Ihrer Kinder ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Bildung wurde schon vor langer Zeit als das wichtigste Gut ermittelt, die eine Person haben kann, um sich weiterzuentwickeln und die Griechen sind daruf erpicht, in die Bildung ihrer Söhne und Töchter zu investieren. Tatsächlich schickt Griechenland pro Kopf mehr Studenten ins Ausland, als irgend ein anderes Land. Universitäten im Vereinten Königreich, Deutschland, Italien, Frankreich und den Vereinigten Staaten rühmen sich mit einer großen Anzahl Studenten aus Griechenland und viele von ihnen erreichen große schulische Erfolge. Erst kürzlich wurde berichtet, dass über 6.000 junge griechische Studenten außerhalb des Landes postsekundäre Bildungseinrichtungen besuchen.

Derzeit haben sich in Griechenland etwa 165.000 Studenten an postsekundären Bildungseinrichtungen eingeschrieben. Griechische Studenten legten schon immer ein starkes Interesse an Medizin, den Wissenschaften, Technik und Elektronik an den Tag. In den letzten Jahren wurden die Bereiche Technik und Betriebswirtschaftslehre immer beliebter, da neue Programme angeboten werden und es mehr Möglichkeiten gibt außerhalb Griechenlands zu studieren.

Das "geistige Kapital" wird weiterhin ein starkes nationales Gut sein und Investoren, die nach auf der Suche nach bestimmten Fähigkeiten sind, werden eine Menge Wettbewerbsvorteile haben, wenn sie sich für Griechenland als Investitionsstandort entscheiden.


Anzahl der Erwerbstätigen nach Sektor der wirtschaftlichen Aktivität
(000s und %), 2009 (3. Quartal)
 

Primärer Sektor

  545.4 

12%

 Sekundärer Sektor

 964.2

21.3%

 Tertiärer Sektor

 3.030,5

 66.7%

 Gesamtanzahl 

 4.540,1

 100%

Quelle: Nationales Statistikamt


 Anzahl der Erwerbstätigen nach Sektor der wirtschaftlichen Aktivität
(000s und %), 2009 (3. Quartal)

 Landwirtschaft, Nutztiere, Fischerei

 545,4

Bergbau und Steinabbau

 15,9

 Produktion 

 514,2

 Elektrizität, Gas, Wasser

 57,2

 Bauwesen 

 376,9

 Handel  

 806,6

 Restaurants, Hotels

 345,7

 Trasnport und Kommunikation

 304,3

 Bank- und Finanzwesen

 110,6

 Immobilien  

 8,8

 Öffentliche Verwaltung

 376,2

 Bildung  

 317,8

 Gesundheit und Sozialwesen

 230,5

 Andere Dienstleistungen

 530

 Gesamtanzahl  

 4.540,1

Quelle: Nationales Statistikamt 

 

Bildungsniveau der griechischen Erwerbbevölkerung
(000s und %), 2009 (3. Quartal)

 PhD und/oder Master Abschlüsse

 103,1 

 2,27%

 Universitätsabschluss

 760,5

 16,75%

Technischer Abschluss

  763,6 

 16,82%

 Abschluss mit Mittlerer Reife (Lyzeum)

 1.473,5

 32,45%

 Grundschulbildung

 522,5 

 11,5%

 Geringes Bildungsniveau

 916,9 

 20,2%

 Gesamtanzahl 

 4.540,1 

 100%

Quelle: Nationales Statistikamt


Arbeitsproduktivität

Durchschnittliche Anzahl der gearbeiteten Stunden pro erwerbstätiger Person, 2008

Quelle: OECD, Datenbank Produktivität, 2009



BIP pro gearbeiteter Stunde [Jahreswachstumsrate 2008 (%)]



 

Quelle: OECD, Datenbank Produktivität,2009



Prozentsatz der Schüler (ISCED), die 2 Fremdsprachen erlernen, 2005


Quelle: Eurostat

Prozentsatz der Bevölkerung zwischen 20 und 24, die 2006 mindestens die höhere Sekundarausbildung abgeschlossen haben



Quelle: Eurostat

Personal im Bereich Forschung & Entwicklung als ein Prozentanteil der 2005 in der EU-27 erwerbstätigen Personen



Quelle: Eurostat

Hochschulausbildung griechischer Manager



Quelle: EASE- und INSEAD-Studie zu “Griechisches Management”